Gut Bodman

Kurz vor der Ernte
Kurz vor der Ernte
Unter dem Hagelnetz
Unter dem Hagelnetz
Üppiger Behang
Üppiger Behang
Friedel Aschhaber
Friedel Aschhaber
Pawel Chabor beim Schnitt
Pawel Chabor beim Schnitt
Pflückkörbe in munterer Ordnung
Pflückkörbe in munterer Ordnung
Elstar am Weiherbach
Elstar am Weiherbach

Der Tafelapfel

Jeder dritte deutsche Apfel kommt vom Bodensee. 1500 Obstbaubetriebe produzieren jährlich etwa 1,5 Milliarden Äpfel. Genauer: eine der zahlreichen Formen von Malus domestica, dem Kulturapfel. Der Kulturapfel ist ein sommergrüner Baum mit runden bis eiförmigen, elliptischen Blättern. Blüte ab Mai. Ernte von August bis November. Er gilt als Frucht schlechthin, symbolisiert Fruchtbarkeit und Leben, steht für Liebe, Erkenntnis und Entscheidung, aber auch Reichtum und den Sündenfall. Seine Bedeutung als Heilmittel ist legendär, als Nahrungsmittel ist er allgegenwärtig in Form von Tafelobst, Püree oder Saft.

Anbau

Jeder Apfel erfordert Arbeit und Hingabe ehe er beim Konsumenten ankommt. Tafeläpfel müssen optisch makellos sein, bei Saft- oder Püreeobst sind je nach Abnehmer Zucker- und Säureanteile zu beachten. Wie überall im Obstbau spielt auch beim Apfel der Pflanzenschutz eine zentrale Rolle. Feuerbrand, Apfelschorf, Mehltau und Schädlinge wie Milben, Raupen, Blattläuse, Apfelblütenstecher, die Larven des Apfelwicklers oder die Apfelsägewespe können empfindliche Schäden verursachen. Das stellt insbesondere den Ökolandbau vor große Herausforderungen.

Der Tafelapfel

Der Tafelapfel wird in Großkisten geerntet. Jede fasst 300 kg. Diese stapelbaren Kisten werden in sogenannten ULO-Lagern über ein halbes Jahr frisch gehalten. In diesen lagerhallengroßen Kühlschränken ist es um die 1-2 Grad Celsius kalt. Der Sauerstoffgehalt beträgt um die ein Prozent: Ultra Low Oxygen (In der normalen Luft liegt er bei 21 Prozent.) Dieser niedrige Sauerstoffgehalt bewirkt, dass die Äpfel in eine Art Reifeschlaf versetzt werden, da die Atmung - Sauerstoff ein und Kohlenstoffdioxid aus - verlangsamt wird. Nur so gibt es noch im Mai und Juni frische Bio-Äpfel. Es folgt die Sortierung mittels hochauflösender Kameras in Durchmesser-Unterschiede, Farbabstufungen (Grundfarbe und Deckfarbe) sowie weitere optische Qualitäten wie Schalenfehler. Dann wird verpackt und geliefert. Die Abnehmer sind Naturkostläden, Bio-Supermärkte, der Lebensmitteleinzelhandel und Hofläden.